Archiv | Juli 2017

Saugraben-Weg durch den heiligen Hain-ICH

(Impressionen) Gedanken einer Wanderung

In den Jahrhunderten vor der Zeitrechnung begann südwestlich, nicht weit vom Hainich (Bad Salzungen, Grabfeld), das Gebiet der Kelten. Nordöstlich, direkt am Fuße des Hainich, hatten vorgermanische, nur wenig bekannte, Völkerschaften ihr Hauptheiligtum. Dies war anscheinend einer der wichtigsten Pilgerorte dieser Zeit. Heute ist an diesem Ort das Freiland-museum „Opfermoor“ Niederdorla am „Mittelpunkt Deutschlands“ zu finden. Der Hainich war Grenz- und Tauschgebiet, über ihn verliefen alte Handels- und Salzstraßen. Es soll über 2000 Grenzsteine geben, doch noch immer sind nicht alle entdeckt. Beim Wandern begegnen mir immer wieder diese stillen Zeitzeugen eines begehrten Gebietes. Im Vorfeld der bekannten Völkerwanderung, als Elb-Germanen verstärkt keltische Gebiete überfluteten, könnte die Region Schauplatz häufiger Kämpfe gewesen sein.

Bei einer Wanderung durch den Hainich kann man viele unserer kulturellen Wurzeln entdecken. Für uns sind dies wichtige Anhaltspunkte einer Vorzeit, die in den Köpfen der heutigen Gesellschaft fast vollständig unbekannt sind. Gibt es Informationen unserer Ahnen und deren Rituale, welche in uns weiterleben ohne dass wir Kenntnis davon haben? Suchen wir vielleicht unbewusst, wenn wir in den Hainich-Wald eintauchen, wenn wir über die Höhen gehen und sehnsuchtsvoll ins Thüringer Becken schauen? Ja, ich kann es immer wieder fühlen, wenn ich auf eine offene Fläche mit Weitsicht trete, hier hätte auch ich mich gern niedergelassen.

 

 

 

Veranstaltungen im WaldResort mit Ines May

21.Juli 2017

Kleiner Kneippkurs mit Kräuterführung übers WaldResortgelände 

 

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18.August 2017

 Süßes aus dem WaldResort 

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02.12.2017 und 08.12.2017

Stollen und Kuchen im Glas

Kräuter-Wanderungen und (Un)-kraut-Exkursionen

Irgendwie bin ich endlich angekommen, angekommen im Hainich. Die Arbeit im WaldResort ist Herausforderung und Empirie zugleich.

Meine geliebt Kräuterküche

Ich bin als Kräuterpädagogin Teil einer ganz besonderen Auszeitwoche. Es ist ein Kurzurlaub vom alltäglichen Stress und dem Spagat zwischen Arbeit, Familie und den persönlichen Wünschen Sinn suchender Menschen.

Bei meiner Arbeit höre ich immer wieder den Satz: -Ich kann mich einfach nicht entspannen- ich finde keine Ruhe in der Endlosschleife meiner Gedanken, Meditation und Yoga sind doch nichts für mich. Ich denke Yoga ist perfekt zur Beruhigung des Geistes und der Seele. Aber der Weg der Erkenntnis ist nicht in einer Woche gegangen. Die Gedanken zurechtzurücken kann für den Beginn auch ganz einfach sein, mit einer „Pflanzen-Meditation“. Klingt gut oder? Wichtig ist „Das kleine Männchen im Kopf“ abzulenken von seiner Gedanken-Spinnerei und unsere Aufmerksamkeit auf die Wirklichkeit im Jetzt zu fokussieren.

Mein ganz persönliches Rezept sind Wild-Pflanzen, die Schönheit der Natur und unsere heimischen Wild-Kräuter. Wir kochen selten einen Tee und trinken ihn als bittere Medizin gegen das Abgeschlagen sein- wir essen kaum wirklich grüne Kraftpakete aus der Wiese- wir sind stets in Hast und Eile.

Wildes Gemüse finden, betrachten und analysieren ist eine längst vergessene Methode der Nahrungssuche. Alles ist im Überfluss vorhanden rund und makellos gezüchtet, keine Blattlaus und kein Käferchen läuft über die Petersilie oder den Salat, alles ist fein säuberlich mehrmals gewaschen und für das Regal des Supermarktes rausgeputzt und hintrapiert. Ist das nicht gähnend langweilig?

Ich entdecke mit ihnen die Vielfalt der wundersamen nichtkultivierten Natur, wir schauen gemeinsam ganz genau hin -Brille und Lupe nicht vergessen-  wir finden beim Stöbern in der bunten Welt der Wiesen, Brachen, Felder und Wälder, phantastische Geschmäcker und interessante Augenschmäuse.

Kräuter finden entspannt Wandern

Heben sie mit mir ihre innere Trennung auf, die Trennung zwischen ihnen und der vielfältigen wilden Pflanzenwelt. Alles was wächst ist ein Wunder und hat eine Aufgabe, die UN-Kraut-Schranke existiert nur in unserer Kultur von Gut und Böse.

auch Früchte wird es im Herbst am Wegesrand geben

Hier die Ergebnisse: Das Kräuter Buffet

Brotaufstriche mit Kräutern und Früchten