Archiv | Juni 2017

Seelenfrieden- Innere Ruhe- Pflanzen-Meditation- Geschmack aus der Natur

Es ist Anfang Juni, mit dem Mai gemeinsam meine Lieblingsjahreszeit.

Frische, Jugend, Kraft, Erneuerung und herbsüßer Geschmack sind jetzt überall zu sehen und zu schmecken. Ich liebe diese Jahreszeit.

Sehr gern versinke ich im Betrachten von Blüten und Pflanzen und bewundere das Wunder der Natur.

Mit welcher Geschwindigkeit wird Blattmasse aufgebaut und Schönheit verschwendet. Welch filigrane Kreativität hält das Universum für uns zum Schauen und Staunen bereit. Bitte geht nicht achtlos an dieser das Herz überflutenden Welt vorbei. Achtsamkeit zu üben und Pfanzenmeditation zu praktizieren sind gerade jetzt so einfach.

Die Schönheit einer Brennnessel oder die Perfektion der uns umgebenden Blüten entzückt mich immer wieder. Wann schauen wir genau hin? Beugen wir uns zu den Pflanzen und betrachten die ihnen inne wohnende Mathematik und Geometrie? Farben und Duft überwältigen die Nase und das Auge.

Für mich ist all diese wilde Vielfalt einfach ein Wunder, dazu kommen die vielen gezüchteten Pflanzen – ein unendliches Universum.

Der Juni trägt die Leichtigkeit des Seins in sich. Wann wenn nicht jetzt kann man Ängsten und Sorgen am besten begegnen. Ein Spaziergang im überflutenden Licht der hochstehenden Sonne, wunderbare Gerüche und Konzerte von unendlich fleißig musizierenden Vogel-Chören, lassen beim Wahrnehmen den inneren Zweifler endlich verstummen. Wie schön wenn sich zum Aufenthalt in der Natur eine gewisse Sammelleidenschaft hinzugesellt.

Es ist Holunderblütenzeit in der Ferne ruft ein Kuckuck, die jungen Meisen sitzen im Apfelbaum, die Mutter lockt mit „zwiietzwiet…“noch folgen sie ihr. Blühender Baldrianduft umgibt meine Nase, wenn ich tief einatme und die kühle der Luft spüre. Hummeln und Bienen summen im Beinwell und ernten den süßen Nektar. Die winzige Mönchsgrasmücke sitzt in der Spitze der Esche und hält ein Konzert von unglaublicher Schönheit. Ein Lied mit Strophen in in einer Lautstärke mit bis zu 90 Dezibel aus einem Resonanzkörper von winzigen 13 cm. Warum nehmen wir uns zu wenig Zeit für diese Seelen-pflege? Hetze und Geschwindigkeit, Ablenkung durch Medien und unaufhörliches Tun rauben uns Lebenszeit, wie erkenne ich Unwichtigkeiten? Pause im Jetzt!

Der betörende Duft der Holunderblüten lässt mich sofort an den herbsüßen Geschmack von Hollerblütensekt denken, nehmen wir doch einige Dolden mit und setzten zuhause dieses köstliche Getränk an.

Rezept

20 Holunderblüten, im Sonnenschein gesucht, von den Stielen befreit

1 kg Zucker

7 Liter Wasser

500 ml Zitronensaft oder frisch gepresste Zitronen/ da es nur sehr selten unbehandelte Zitronen im Supermarkt gibt, verzichte ich auf die Zitronenscheiben im Ansatz

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gesundheitliche Betrachtung am Rande:

Zitronen werden mit Imazalil behandelt bitte genau hinschauen ob man dies im Holunderblütensekt haben will!

Bio-Zitronen werden übrigens ebenfalls behandelt, Bio- sagt nichts aus ob eine Zitrone behandelt ist oder nicht.

Imazalil wird weltweit hergestellt. Es ist ein Fungizid, also ein Mittel gegen Schimmel- und Pilzbefall. Im Tierversuch hatte die Chemikalie Leber- und Schilddrüsentumore verursacht und sich negativ auf die Entwicklung und die Fortpflanzungsfähigkeit ausgewirkt.

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Herstellung

Ich fülle das Wasser mit dem Zucker und den Zitronensaft in einen Weinballon, die ungewaschenen Holunderblüten aus meinem Garten zupfe ich mit einer Gabel von den Stielen. Diese gebe ich zuletzt mit einem Trichter in die vorbereitete Flüssigkeit. Die Stiele schmecken sehr herb, deshalb mache ich mir die Arbeit mit dem Zupfen der Blüten. Außerdem bekommt man den Ansatz so besser aus dem Ballon wieder heraus.

Der Blütenstaub enthält Hefen, diese sorgen dafür das der Sekt zum Sekt wird. Es beginnt nach 3-5 Tagen eine alkoholische Gärung. Der Verschluss des Wein-Ballons verrät über ein Gär-Röhrchen wann es soweit ist.

Bei der Verwendung eines Glasballons halte ich Fruchtfliegen fern, diese Methode hat sich für mich bewährt. Von großen Schüsseln und Eimern als Ansatzbehälter bin ich abgekommen. Außerdem ist es ungefährlicher, da der Sekt während der Gärung in Flaschen gefüllt, sehr leicht explodieren kann.

Tipp: tiefgefroren Melonenbällchen sehen schön aus und ersetzen Eiswürfel…

Viel Spaß bei der Herstellung und genießt den Frühling, der Alkoholgehalt liegt im „Einprozentbereich“;-)

 

Dieser Eintrag wurde am Juni 5, 2017 veröffentlicht.