Archiv | Oktober 2016

Quitten

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In jedem Jahr faszinieren mich wieder diese Früchte ganz besonders.

Die Quitte ist sehr faszinierend in ihrer Form, sie erinnert mich an die Stillleben-Gemälde an der Wand meines Opas im Wohnzimmer. Ich konnte mich nicht satt sehen an den ungleichen Rundungen und der wunderbaren Oberfläche.

Der Duft ist betörend und erfüllt schnell meine Küche, in der es immer nach irgend einer Leckerei duftet. Aber auch die vielfältige Verwendung ist interessant. Mir persönlich gefällt die Tatsache, dass die Quitte so viel Pektine enthält und man ganz ohne Gelierzucker eine sehr feste Marmelade herstellen kann.

Dazu muss die Frucht noch etwas grün geerntet werden und nach einer 12 stündigen Pause mit Zucker und Zitronensaft ein reduziert werden.

Ich verwende dazu traditionell einen  Kupfertopf dieser verhindert das Anbrennen.

Die Marmelade enthält dann kleine Stückchen die wie kandierte Früchte schmecken. Und übrigens verfärbt sich die Quittenmarmelade während des Kochprozesses in ein wunderschönes Orangerot.

Aus den Schalen stelle ich ein Öl her, indem ich die Schalen mit warmen neutralem Öl übergieße und eine Nacht ziehen lasse. Es ist gut für die Haut, wem der Geschmack gefällt kann es auch für Salat verwenden.

Gewürfelte Quitten werden für 6 Wochen mit Kandis und Kirschwasser übergossen und dann als Likör verzehrt, die mit Alkohol voll gesogenen Würfelchen, können jetzt als kleine Pralinenleckerei mit Bitterschokolade überzogen werden.

Man kann auch Saft und Mus sowie Kompott herstellen, Quitten eignen sich für Kuchen als Füllung und für Fleischgerichte von orientalisch bis asiatisch.

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Zu Quitten passen für eine herbe Fruchtmarmelade wunderbar Ebereschenbeeren.

Sollten sie Lust bekommen haben, ich organisiere jederzeit einen Workshop für eine kleine Gruppe von mindestens 8 Teilnehmern.

Kosten pro Person für 4 Stunden 25,00 €

Die selbstgemachten Köstlichkeiten kann jeder mit nachhause nehmen.


Kontakt

Dieser Eintrag wurde am Oktober 19, 2016 veröffentlicht.

Sebastian Kneipp

 

Wenn die arme gequälte, sieche Menschheit doch einmal zur Einsicht kommen wollte, dass nur in der Rückkehr zur
Natur eine Rettung und Wendung zum Besseren möglich sei! 
Sebastian Kneipp

Nun habe ich mich endlich auch tiefgründiger mit Sebastian Kneipp beschäftigt.

Vielen Dank an den Kneipp Bund Thüringen in Tabarz für die Ausbildung zum Kneipp-Gäste-Coach.

Dank geht auch an Dr. med. Sigurd Scholze, dass er das Seminar für uns organisiert hat und besonderen Dank an Herrn Jürgen Dawo, dass wir als Team vom „WaldResort am Hainich“ komplett teilnehmen konnten und unser Wissen sehr bereichert haben.

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Dieser Eintrag wurde am Oktober 13, 2016 veröffentlicht. 1 Kommentar

Vorräte für den Winter und bis zur nächsten Saison


Hilfe!

Was esse ich wenn draußen alles unterm Schnee ist?

Hagebutten, Tomaten, Wildkräuter, Ebereschenbeeren und viele Zutaten für außergewöhnliche Unkraut-Menüs wachsen jetzt und müssen nun geerntet werden.

Ich muss Vorrat halten, deshalb hier ein paar Tipps zum Thema “ Wie komm ich durch den Winter“

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von Sirup, Aufgestzter bis Essig und Co.



Haltbarmachen von Obst und Gemüse aus dem Garten und Wildkräutern von Wiese und Wald

Ernte Oktober 2016

Das Jahr 2016 war im Frühling sehr trocken und später im Sommer zu kühl, es gab einen herrlichen September, aber ich mußte meine Gemüsebeete sehr viel gießen.

Auch in meinem Wildkräuter-Sammelgebiet sah es natürlich nicht anders aus.

Das Ernteergebnis ist deshalb nicht so üppig wie im letzten Jahr.

Die Pflanzen wollen das Wasser vom Himmel, sage ich immer auf meinen Wanderungen, Regen ist nicht zu ersetzen.

Im letzten Jahr hatten der Apfel und die Quitte ihren Auftritt, in diesem Jahr ist es die Hagebutte.

Irgendwie gibt es immer ein Kraut oder eine Frucht, die sich ganz besonders in meiner persönlichen Wahrnehmung ausbreitet, wenn ich durch die Flur streiche.

Mal sind es wunderschöne Brennnesseln, mal Wilde Möhre oder Schlehen im Überfluss.

2016 hatte keine einzige Holunderbeere, obwohl die Blüten im Juni makellos waren, und auch fast kein Pilz war im Wald zu finden, natürlich ist dies regional unterschiedlich.


Deshalb beginne ich mit dem jährlichen Haltbar machen für die Zeit ohne Früchte und Kräuter mit dem

„Tee 2016“

Ich sammle ab März immer eine Handvoll Kräuter und Blüten nach Vorkommen.

1. Huflattichblüten

2.Gänseblümchen, Wiesensalbei, Brennnesselblätter

2.Fichtenspitzen

4.Taubnesseln, Waldmeister, junge Eschenblätter

5.Melisse, Minze, Fenchel

6.Mageriten, Labkraut, Schafgarbe, Beifuß, Witwenblumen

fertig getrockneter Tee

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Wildäpfelchen

nun im Oktober werden Apfelschalen oder kleine Wildäpfelchen in Scheiben über dem Ofen getrocknet.

Hagebutten dürfen nicht fehlen, aber das Putzen ist die mühsamste Arbeit des Jahres.

Halbieren und die Kerne mit den Härchen auskratzen, anschließend über einem Gitter am Ofen trocknen.


Natürlich kommt an 2.Stelle das Einwecken oder Einkochen, Sterilisieren.

Ich liebe die kleinen herrlich praktischen Gläser der „Firma Weck“

www.weck.de

Diese Gläser wirft keiner in den Müll, sie sind nachhaltig und vielseitig wiederverwendbar.

  1. Marmelade
  2. Chutney, Ketchup, Relish
  3. Sirup, Fruchtsoße, Gelee
  4. Pesto, Nüsse, Mus

Man hat dann zwar zu Spitzenzeiten keine Zeit für andere Dinge, aber es lohnt sich, die Zeit holt man sich zu gegeben Anlässen zurück.

Es ist wunderbar, wenn Gäste kommen, oder ich nehme Interessierte mit auf eine Wanderung, dann muss ich nur in den Keller gehen und einige Köstlichkeiten aus dem Glas in den Rucksack packen.

Bohnen sind dazu ungeeignet diese friere ich gern ein bevor ich sie dann zubereite, Tomaten werden zu Ketchup oder eingelegten Tomaten sowie Chutney verarbeitet.

Alle aromatischen Wild und Gartenkräuter werden zu Kräutersalz frisch, oder getrocknet verarbeitet.

Natürlich hängen in meiner Küche auch Bündelchen von Liebstöckel, Majoran, Rosmarin und Beifuß von der Decke, immer griffbereit für eine Soße oder zum Anbraten mit Butter für ein Kartoffelgericht.

Auch die Stängel von Fenchel, wilder Möhre und Beifuß sollte man für Spieße schon einmal vordenkend trocknen.

Einsalzen, Einzuckern und Fermentieren sind weitere Methoden.


Zu allen Themen können sie mit mir einen Workshop buchen, oder kommen sie nach Weberstedt in das

WaldResort am Hainich

und erleben interessante Themenwochen mit viel Zeit in der Natur, kombiniert mit einem interessanten kulinarischen Erlebnis in der Küche.

Es erwarten sie Gaumenfreuden und viel Spaß an einer wohltuenden und meditativen Zeit.

Alte Traditionen wieder zu entdecken sind im Trend, gut so!-  Omas Wissen ist wichtig für unsere Lebenskultur.

Es geht nichts über etwas Selbstgemachtes, kreatives Arbeiten ist gut für die Seele und auch Menschen, die von sich behaupten das Werkeln in der Küche sei nichts für sie, gehen mit leuchtenden Augen nachhause.

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Konservierungsmethode „Einsalzen“

Gemüsepaste ohne Zusatzstoffe und Glutamat

(wie meine Oma sie früher gemacht hat)

  • 500g Knollensellerie
  • 300g Möhre
  • 2 rote Zwiebel
  • 2 Stangen Lauch
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Liebstöckel
  • 1 Knolle Knobi
  • 1 Staudensellerie
  • 2 Pastinaken
  • 2 Petersilienwurzeln
  • Kräuter aus dem Garten, Thymian, Majoran, Bohnenkraut (was vor dem Winter ins Glas gerettet werden muß)
  • 240 g Salz

Alle Gemüse putzen, dann erst abwiegen damit das Salzverhältnis stimmt. 1kg Gemüse 120g Salz, bitte nachwiegen!!!!

Nun alle Zutaten durch einen Fleischwolf drehen und in einer großen Schüssel vermischen, das Salz zugeben und Kneten.

Die Flüssigkeit mit den Händen ausdrücken die nur leicht feuchte Gemüsemasse/Paste fest in Gläser drücken und verschließen.

An einem kühlen Ort aufbewahren, die Paste hält sich ein Jahr, das Mischungsverhältnis Salz Gemüse muss eingehalten werden.

Nun kann die Gemüsepaste für Suppen und Soßen verwendet werden, dabei kein weiteres Salz zum Gericht zugeben.

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Salz-Gemüsepaste

 

 

Dieser Beitrag wurde am Oktober 9, 2016 veröffentlicht und als getagged.