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Eberesche und wilde Herbstfrüchte

leckere Beeren

Termin: 26. September 2020  – 10:00 Uhr – Dauer: ca. 5 Stunden

Inhalt:

Nach einem erfrischenden Empfangsgetränk begeben wir uns auf eine Wildkräuterwanderung der besonderen Art. Auf der Suche nach giftigen und essbaren Beeren begegnen uns natürlich auch viele Wildkräuter. Wie sie schmecken, welche „Verwechsler“ es gibt und wie sie verwendet werden können, das werden wir gemeinsam entdecken.

Anschließend stellen wir in der Kräuterküche des WaldResort eine Marmelade und einen Aufstrich her auch ein Kräutersalz, ein Essig oder ein kleiner Aufgesetzter wird entstehen.

Gemeinsam genießen wir in der Kräuterküche ein kleines Mittagessen und tauschen unsere Erfahrungen mit den Wildkräutern und Herbstfrüchten aus.

Ablauf:

10:00 Begrüßung mit Empfangsgetränk

anschl. Wildkräuterwanderung Giftige und essbare Beeren, sowie Wildkräuter finden, wie schmecken sie, ihre Verwechsler, ihre Verwendung

gg. 12:00 in der Kräuterküche selber handanlegen (Marmelade und Aufstrich), Herstellen eines Kräutersalzes, Essig, oder kleiner Aufgesetzter

14:00 gemeinsames Essen in Kräuterküche

15:00 Ende

Preis: 79,00 €  pro Person

Dieser Eintrag wurde am Januar 11, 2020 veröffentlicht.

Bärlauch von Blatt bis Blüte-eine Köstlichkeit

Termin: 14. April 2020 – 10:00 Uhr – Dauer: ca. 5 Stunden

Inhalt:

Der Bärlauch ist die wohl bekannteste wilde Lauchart hierzulande. Wie und wo wir den Bärlauch finden, welche „Verwechsler“ es gibt und wie er verwendet wird – das erfahren Sie in unserer Veranstaltung „Bärlauch von Blatt bis Blüte – eine Köstlichkeit“.

Nach einem erfrischenden Empfangsgetränk begeben wir uns auf die Spur des Bärlauchs auf dem märchenhaften Wanderweg „Feensteig“.

Im Anschluss bereiten wir gemeinsam in der Kräuterküche des WaldResort ein köstliches „Kleines Bärlauch-Menü“ mit Suppe und Butter-Brot zu. Ebenfalls stellen wir ein Kräutersalz oder einen Essig selbst her.

Natürlich darf das gemeinsame Essen in der Kräuterküche zum Abschluss nicht fehlen. Dabei erfahren Sie bestimmt noch so einiges über die Geheimnisse des Bärlauchs.

Ablauf:

10:00 Begrüßung mit Empfangsgetränk

Dem Bärlauch am Feensteig auf der Spur Wildkräuter finden, wie schmecken sie, ihre Verwechsler, ihre Verwendung

gg. 12:00 Kräuterküche selber handanlegen (Kleines Bärlauch-Menü-Suppe, Butter Brot) Herstellen eines Kräutersalzes, Essig, oder „Essenz der 100 jährigen“ eine Überraschung!

14:00 gemeinsames Essen in Kräuterküche 15:00 Ende

Preis: 79,00 Euro pro Person

Dieser Eintrag wurde am Januar 11, 2020 veröffentlicht.

Kräuterküche 2020

Impressionen aus der Küche

Auch in diesem Jahr gibt es wieder Küchenlatein und Kräuter-Geschichten im wunderschönen Hainich natürlich in der Kräuterküche vom WaldResort.

Gebäck mit Wildkräutern-Brot und Brötchen

Termin: 7.März 2020-10:00 Uhr- Dauer ca. 5 Stunden

Inhalt:

Nach einem erfrischenden Empfangsgetränk starten wir mit einem Wildkräuterspaziergang unsere Entdeckungsreise in die Natur, dazu gibt es jede Menge Kräuterkunde.

Gemeinsam suchen wir viele verschiedene Kräuter und finden heraus wie sie schmecken und wie sie Gerichte farbenfroh machen können.

Im Anschluss kann Jeder in der Kräuterküche, ausprobieren und experimentieren. Wir kreieren einen bunten Gebäck-Korb und konzentrieren uns dabei auf unsere Sinne: Sehen, Riechen und Schmecken. Dazu bereiten wir Aufstriche der Saison zu.

Zum Abschluss lassen wir uns die Speisen gemeinsam schmecken und erfahren ganz nebenbei noch so einige Geheimnisse aus der Welt der wilden Kräuter.

Ablauf:

10:00 Begrüßung mit Empfangsgetränk

gg. 12:00 Kräuterküche: selber handanlegen (Brennnessel, Vogelmiere Löwenzahn, Bärlauch und Co. ) Buntes Gebäck, Quiche und Brot, dazu Aufstriche der Saison

14:00 gemeinsames Essen in Kräuterküche

15:00 Ende

Preis: 79,00 € / pro Person

Dieser Eintrag wurde am Januar 11, 2020 veröffentlicht.

Ursel Bühring Seminar- Schönheide- Hotel Forstmeister

Vielen Dank an Dich, liebe Ursel und natürlich an Gerolf Seidel und alle die am Seminargelingen mitgewirkt haben.

Jahrelang hab ich immer abgewunken und gesagt mit der Kräuterheilerei will ich nichts zutun haben. Ich bin jetzt auch nicht der Fan von Pharma und Co., aber die Kräuter- Hexen-Heilerinnen gehören für mich in eine andere Zeit. Sicher auch eine wichtige vergangene Epoche und Menschen mit existenziellem Wissen, vieles ist in den letzten Jahrhunderten gänzlich verloren gegangen. Nun gibt es einige emsige Weiblein im Erzgebirge, die mich immer wieder einluden und ich bin dem Ruf gefolgt. Ich machte mich auf den Weg durch den novemberlichen Nebel nach Schönheide. Schon oft bin ich im Hotel Forstmeister eingekehrt und habe immer voll Begeisterung den Rückweg angetreten. Nun war das Thema am 16. und 17. November „Lebenslust und Liebesfreud“ genau das brauch ich jetzt. Dieser Monat der mir seit Jahren die Tränen in die Augen treibt, er bedeutet Abschied von meinem geliebten Sommer und den saftigen Kräutern, Nässe, Kälte, Dunkelheit, wenig Glückshormone, alle exotischen üppigen Gewürzpflanzen werden den ersten Frost nicht überleben, zum heulen….

Das Seminar beginnt mit einem vor abendlichen Treffen zu einem phantastischen Essen, liebe Cornelia Du bist einfach genial mit deinem Küchen-Team vom Forstmeister, keine Allerweltsgerichte mit Sättigungsbeilage, ertränkt in Soße, keine „Schulküche“ -kreativ, lecker, schmackhaft, genial! Dann saß da zwei drei Plätze entfernt von mir eine Dame, sollte das Ursel Bühring sein? Buchautorin, Heilpflanzenschule- Gründerin. Alle umarmten sie, na das kann sie ja nur sein, ich hab halt keine Ahnung, wie auch, wenn ich mich bisher mit dem Thema nicht beschäftigt habe. Warten wir mal auf den nächsten Tag, sage ich mir und schlafe tief und fest, bin ja auch schon seit 5:00 Uhr am werkeln, Frühschicht im WaldResort.

Das Seminar beginnt mit vielen neuen Kräuter-Pflanzen, Adaptogene und Bittermittel.

Naja gehört hat man schon davon, wie gesund die Bitterstoffe und alles was in den essbaren Pflanzen so drin ist, sind. Erzählt hab ich es schon oft während meiner Kräuterspaziergänge und Exkursionen. Ein bisschen erzählen was Oma schon wußte ist ja bereichernd, aber nun kommt da die Ursel und belegt das Ganze mit Auszügen aus der Phytotherapie. Klasse, Danke ich habs verstanden.

Ursel Bühring und ich:-)

Das Gedicht der Vorderseite des Skriptes muss ich Euch unbedingt hier aufschreiben, genau so erlebe ich es täglich.

„Der Leib sagt es der Seele oft, dass er auf Besserung hofft“

Er fleht, das Rauchen einzudämmen;

ihn nicht mit Bier zu überschwemmen,

ihm etwas Ruhe doch zu gönnen-

bald wird er es nicht mehr schaffen können.

Die Seele murrt, lass das Geplärr

du bist der Knecht ich bin der Herr!

Der Körper, tief beleidigt, schweigt.

Bis er dann eines Tages streikt.

Die Seele hilflos und bedeppt

den kranken Leib zum Doktor schleppt.

Und was meint ihr, erfährt er dort?

Genau dasselbe, Wort für Wort,

womit der Leib ihr Jahr und Tag

vergeblich in den Ohren lag. „

Eugen Roth

Der Vortrag von Ursel Bühring über Burnout, Frühwarnsysteme, der richtigen Ernährung, Erschöpfung und Energielosigkeit, ist hoch interessant und er passt genau zu uns ins WaldResort.

Zeit nehmen zur ehrlichen Reflexion

Was ist los auf meiner Belastungsseite, was auf meiner Bewältigungsseite?

Lebe ich nach dem Motto: Lov it, change it or leave it: liebe es (oder deine Einstellung dazu),  oder lass es

Ich lerne allerhand wichtige Pflanzen kennen, dazu Oxymele und Essenzen, leckere Getränke und Auszüge zum Mixen und Genießen, alles gut für Körper Geist und Seele und auch für die Liebe. Sich wieder einmal Zeit nehmen, das Handy weglegen und sich zuhause einkuscheln.

Natürlich ist für mich die Quintessenz dieser zwei Tage: Genau das gibt es in Zukunft auch im WaldResort, Seelenschmeichler und Liebestränke aus der Kräuterküche!

Bis auf bald!

Dieser Eintrag wurde am November 24, 2019 veröffentlicht.

Herbst 2019

Schwups- diwups- das wars mit dem Jahr, natürlich, es war wieder bunt und rund und vieles hat mein Leben bereichert, manches hätte man sich sparen können, aber alles darf sein. Erkenntnisse sind daraus erwachsen- das ist auch gut so.

Devise:

Nimm alles an, es hat immer was mit Dir zutun, harmoniesüchtig wie ich nun mal bin, hat es mir wieder gezeigt:

  • 1. Sei authentisch
  • 2. bleib Deinen Ideen und Visionen treu
  • 3. mach es mit Herz und Bauchgefühl
  • 4. nicht jeder kann Dich verstehen-das darf sein!
  • 5. alles hat was mit Dir und dem zutun, wie Du Dein Leben annimmst
  • 6. horche immer in Dich hinein-wie fühlt es sich an?

Ich sage nur: „Wald tut gut“    Herbst-Impressionen

Dieser Eintrag wurde am November 24, 2019 veröffentlicht.

2019 2. Teil-vom Waldbaden im Hainich und den Guides dazu

Die erste Ausbildungsreihe zum Waldbaden-Coach, bei uns NWT, ist erfolgreich abgeschlossen. Es hat einfach Spaß gemacht mit Euch- Danke!

Auch im Jahr 2020 gibt es wieder eine Ausbildungsreihe

Kurs Hainich 2020/1

  1. Teil vom 16.03.2020- 19.03.2020
  2. Teil vom 04.05.2020- 07.05.2020

Kurs Hainich 2020/2

  1. Teil vom 24.08.2020- 27.08.2020
  2. Teil vom 19.10.2020-22.10.2020

Wer Interesse hat, bitte im WaldResort (Tel. 036022-18810) anrufen, oder bei der EKA die Europäische Kommunikationsakademie (036254-75490) ist der Schirmherr des Ganzen, wir sind der Ausbildungsort und ich bin der Referent für alle grünen Themen und natürlich die Kräuter und Pflanzen.

Kontakt E-Mail: info@ek-akademie.de

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Den HainichUrwald erleben

Geht das überhaupt, stellte ich mir die Frage, darf ich das? Aber Jürgen sagt:“ mit mir kann man auch den Weg mal verlassen und sich an Bäumen und Gräben im Hainich orientieren.“ Ich bin gespannt und alle anderen Gäste fühlen das kleine Abenteuer, einfach mal Querfeldein durch den Wald, über alte schlafende Stämme, Wurzeln und mitten durch den „Buchenkindergarten“ Wie spannend! Hier- Impressionen, die Tiere denen wir begegnet sind (eine Horde Wildschweine) sind leider vor Aufregung nicht auf meine Linse gekommen, sowas muss dann wirklich ein Experte wie Andreas machen.

Dieser Eintrag wurde am November 24, 2019 veröffentlicht.

Das Jahr 2019

Liebe Leser, es war leise um meine Aktivitäten hier im Netz, viel Arbeit wenig Zeit für Nebenbei.

Ich versuche einmal zusammenzufassen was alles 2019 so passiert ist.

Es gab viele interessante Veranstaltungen im WaldResort am Nationalpark Hainich, da ich als Kräuterhexe die Küche im Auge habe und für die Menschen, welche bei uns tagen und Urlaub machen, mit bunten und wilden Genüssen überrasche, hatte ich natürlich kaum für andere Dinge Zeit.

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März

Im März kam Sturm „Eberhard“, oh weh er hat am Feensteig ein ganz schönes Durcheinander angerichtet. Die Station „Furchtlosigkeit“,- der Teufel mit den drei goldenen Haaren hat eins aufs Dach bekommen.

Solche Stürme und Ereignisse machen den Urwald zum Urwald, es entsteht Totholz in dem viele Tiere, Pilze und Mikroorganismen einziehen, Entstehen und Vergehen werden sichtbar für uns, wir erkennen, dass wir machtlos sind gegenüber der Natur, sie reguliert sich selbst. Wir sind nur Gast, ein Wimpernschlag der Zeit.

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April

Der April war schon sehr frühlingshaft und die Freude über die kraftvollen Frühlingskräuter erfüllt mich wie in jedem Jahr. Die kleinen frischen Brennnesseln und der leckere Bärlauch sowie Knoblauchrauke und Löwenzahn kurbeln sofort die Kochideen an. Eine Explosion von Kreativität kommt aus dem Herzen, aus dem Kopf und dem Bauch. Die ersten wärmeren Sonnenstunden lassen mich in den Garten ziehen.

Kräuterküche

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Mai

Uns besuchte im Mai erneut Andreas Kieling, leider war der Hainich in diesem Jahr von der Trockenheit aus 2018 gezeichnet, die Baumkronen im Frühling schon lichte und der Bärlauch ehr spärlich mit wenig Blüten. Auch die Wildkatzen waren nicht zu sehen, wie immer. Ich bewundere die Geduld von Andreas, auf die scheuen Tiere so ausharrend zu warten. In der Kräuterküche gab es frisches Wild aus der Eifel und eine Lektion wie man Wildfleisch richtig behandelt, damit solch eine feine Köstlichkeit für die Küche und den Gaumen entsteht. Welche Teile eignen sich für welche Zubereitung und wie werden sie vorbereitet.

Lea, Ines, Andreas

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Dieses Bild muss einfach gezeigt werden, die erste Brennnesselsuppe

Grünes Glück

Rezept Brennnesselsuppe

Zutaten:

  • 250 g Kartoffeln
  • 4 Hände voll frische Brennnesselblätter, junge Spitzen
  • 1 Liter Gemüse oder Hühnerbrühe
  • 1 große Zwiebel
  • 60 g Butter
  • Muskat
  • Spritzer Zitronensaft
  • Salz Pfeffer
  • Chili
  • Gänseblümchen

Zubereitung:

  • In einem recht großen Topf die kleingeschnittene Zwiebel mit Butter anschwitzen, nicht bräunen.
  • Die Kartoffeln schälen und klein schneiden, nun in den Topf zu den Zwiebeln geben und kurz
  • Auf kleiner Flamme mit anrösten.
  • Gemüse oder Hühnerbrühe angießen und köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
  • In der Zwischenzeit die Brennnesselblätter blanchieren, abgießen (das Brennnesselwasser kann mit zur Suppe gegeben werden) dann in einem Blender mit einem Spritzer Zitronensaft pürieren.
  • Zuletzt das Pürierte in den Topf zu den Kartoffeln geben, mit allen Gewürzen abschmecken und die Suppe mit dem Pürierstab fein aufschlagen.

Servieren:

Die Gänseblümchen- Köpfe in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben, nun schließen sie ihre Blütenkelche.

Suppe in Suppenschalen füllen, beim Servieren jeweils eine geschlossene Blüte in die heiße Suppe fallen lassen, nun wird sich vor den Augen des Gastes die Blüte im Zeitraffertempo öffnen.

 -Was für ein Zauber- guten Appetit

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Es gibt einen neuen Weg im Hainich, den “ Pfad der Begegnung“

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Der WaldResort-Teller

Lust auf kulinarische Verführung im August?- Dann auf ein neues Jahr – auch 2020 wird es in der Kräuterküche wieder solch phantastische Leckereien geben. Sie können die Wanderung mit Küchenlatein auch im kommenden Jahr für sich und Freunde buchen. Der Veranstaltungskalender ist noch in Arbeit, bald wird auch er hier zusehen sein. Na-Appetit bekommen?

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Die Wasserklangschale- September- eine Entdeckung für den Klanggarten

Eine Wasserspringschale wurde vor Jahrhunderten in China von Fischern entdeckt. Die Schale hat die Eigenschaft, dass beim Reiben der an der Schale befindlichen Griffe das Wasser durch Überlagerung (Interferenz) zum Schwingen erregt wird, wodurch sich eine „Wasserfontäne“ und ein Ton ergibt.

Dieser Eintrag wurde am November 24, 2019 veröffentlicht.

Fermentierte Äpfel

Nun einmal wieder ein Rezept, weshalb diese Seite ursprünglich ins Leben gerufen wurde, nicht nur um zu zeigen wie man (Un)-Kräuter zu Leckerchen verarbeitet, sondern auch um alte Traditionen aufzugreifen und magische Rezepte aus aller Welt auszuprobieren und Hintergründe dieser Gerichte zu beleuchten.

Im August und September auf der Streuobstwiese gegenüber dem WaldResort am Nationalpark Hainich, auf meinem täglichen Arbeitsweg, haben mich die leuchtenden Früchte förmlich angesprungen. Köstliche gelbe, rote und pinkfarbene Äpfel, ich denke es sind ältere Sorten aus DDR-Zeiten. Wohin damit wenn es keine kühle Kammer oder einen geeigneten Keller gibt. Sie würden verschrumpeln und faulen die Lagerkapazitäten sind heute einfach nicht vorhanden, um sich einen natürlichen Winter-Vorrat anzulegen. Schade. Apfelmus und Kompott hatte ich schon in Gläser eingekocht. Ich war sehr neugierig was andere Völker mit Äpfeln aus dem Garten so veranstalten. (Supermarkt-Äpfel sind ungeeignet)

Bei uns in Deutschland lässt man ja lieber die schmackhaften Äpfel am Baum hängen, oder sie fallen zu Boden und werden zu Dünger für die Wiese. Natürlich ernähren sich im Herbst und Winter die Wild- Tiere davon. So schließt sich der Kreis vom Werden und Vergehen, auch wenn mir immer wieder das Herz blutet, aber im Supermarkt liegen ja schönere, gleichmäßig gewachsene und gut behandelte ( mit was auch immer) Äpfel, die halten auch länger, manchmal erschreckend lang im Obstkörbchen auf dem Tisch ohne sich zu verändern. Was mit denen wohl geschehen ist?

Wie dem auch sei, das muss jeder selber wissen was er da kauft und isst, mancher Wiesen- und Straßenapfel könnte jedoch gesünder sein.

Nun zurück zu meinen Entdeckungen. Ich habe eine gute Freundin aus der Ukraine, sie lebt schon viele Jahre in Deutschland. Oxana experimentiert oft mit Rezepten von Oma Ljuba und es kommen stets üppige und köstliche Leckereien zum Vorschein. Wir unterhielten uns über die Apfelgeschichte und siehe da, sie sprach von ganzen fermentierten Äpfeln in großen Gläsern. Sie leuchteten immer auf der Fensterbank bei Oma vor sich hin und blubbernd wild über den Glasrand. Falls Ihr das Rezept nachmacht, bitte Bügel-Gläser mit Gummiring verwenden, damit Euch während der Gärung nix explodiert und unbedingt zu Beginn der Fermentation das Glas in eine Schüssel stellen!

Ich habe es sofort ausprobiert und nun präsentiere ich Euch das unglaubliche Ergebnis. Der wunderbar duftende „Scharlachrote Gascogner“, eine alte Apfelsorte aus dem Garten meines Sohnes, war sofort geerntet und in große 5 Liter Gläsern eingeschichtet. Beim Schichten ist es wichtig, dass zwischen die Äpfel die Blätter von Schwarzen Johannisbeeren gegeben werden. Dieser Trick soll das Weichwerden beim Fermentieren verhindern, außerdem bildet sich keinerlei Kahm ( eine unschöne Hefeschicht) und natürlich unterstützen sie den Geschmack.

Rezept gefällig?

Die Äpfel waschen und in ein großes Weckglas legen. Abwechselnd mit Blättern der Schwarzen Johannisbeere, oder Kirschblätter funktionieren auch, diese können frisch oder getrocknet sein, einschichten.

5 Eßl. Salz und 20 Eßl. Zucker in 8 Liter Wasser auflösen, die Äpfel mit der Lake übergießen, bis die Gläser randvoll sind. Ich habe obenauf ein kleines Tellerchen gelegt, das wird dann beim Schließen des Deckels nach unten gedrückt und hält so die Äpfel in der Flüssigkeit. Bei einer milchsauren Gärung müssen alle Teile mit Lake bedeckt sein.

Am besten nimmt man für dieses Rezept Äpfel die unbehandelt sind ( Äpfel sind das Obst welches am meisten mit Pestizieden behandelt wird), gespritzte Früchte sind einfach nicht geeignet, weil die Spritzmittel die Gärung verhindern würden, auch das Salz muss ein unbehandeltes Salz/ Steinsalz/ Siedesalz ohne Rieselhilfe ( E 535, E 536, E 551, E 559) oder Jod und Flour sein.

Diese eingelegten Äpfel sind auf natürliche Art fermentiert und vergoren und enthalten natürliche Milchsäurebakterien, die für eine gesunde Darmflora wichtig sind.

Auf diese Weise eingelegte saure Äpfel sind in der Ukraine sehr traditionell und im Winter eine Selbstverständlichkeit, die in jedem Haushalt nicht fehlen. Man kann sie in der Ukraine auf dem Markt auch fertig eingelegt kaufen, sie werden als Snack zwischendurch gegessen. 

Ich hab sie probiert, sie schmecken sehr zart nach Apfelkompott, angenehm „al dente“, etwas herb und ich finde nach Apfelwein. Ich glaube da ist auch etwas Alkohol im Spiel. Nun gilt es die richtigen Begleiter für diese kleine Köstlichkeit zu finden. Mir kommt da schon eine Idee in den Sinn, vielleicht beschwipster Bratapfel mit winterlichen Gewürzen;-) Auf jeden Fall sind sie wunderschön anzusehen und noch prall und knackig, eine gute Methode Äpfel für den Winter haltbar zu machen.

Noch ein unschlagbarer Tip: Die Lake ist voll mit aktiven Bakterien, ich habe letztens einen Sauerteig mit Dinkelmehl daraus angesetzt, dieser war nach 3 Tagen sehr vital und ergab ein köstliches Vollkornbrot. ( Brotrezepte demnächst)

Dieser Eintrag wurde am Dezember 23, 2018 veröffentlicht.

Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen Gästen, Teilnehmern der Kochkurse im WaldResort an meinen Veranstaltung und den Freunden meiner Kräuter-Exkursionen eine besinnliche Weihnachtszeit und ein erfolgreiches Jahr 2019


Das Geheimnis der Weihnacht besteht darin, dass wir auf unserer Suche nach dem Großen und Außerordentlichen auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden.
Autor: unbekannt
Dieser Eintrag wurde am Dezember 22, 2018 veröffentlicht.

Alles auf Anfang-Wort-Gedanken-Spiele

Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende, Zeit zum Nachdenken, Überdenken, endlich einmal ohne Denken?

Das Jahresrad beginnt vorn vorn, heute am 22.12.2018, aufsteigendes Licht, wir wissen das es so ist. Unser komplexes Wissen unsere Bildung und Erfahrung lässt uns zuversichtlich sein.

Wir haben die Bilder im Kopf, von Kälte, Wärme, Frühling, ein neuer Sommer. Das Wunder der zu erwartenden Jahreszeiten-unendliches Grün, Düfte, Vogelzwitschern, Vorstellungen die jeder anders abspeichert und erlebt.

Der Blick in die Zukunft, wieder die Flucht vor dem Jetzt. Eine neue Übung von Achtsamkeit, das muss doch gelingen.

 

Mit ein paar Wortspielen grüße ich alle die dem Jahr 2019

 neugierig und offen begegnen!

Wortspiele

Dieser Eintrag wurde am Dezember 22, 2018 veröffentlicht.